warum investoren „nein“ sagen

Vor kurzem habe ich in der Mittagspause einen Tedx Talk von Alicia Syrett entdeckt. Die Gründerin und Investorin nennt darin fünf Gründe, warum Venture Capitals und Business Angels Geschäftsideen ablehnen. Gut zu wissen, oder? Deswegen wollte ich euch die spannenden Inhalte nicht vorenthalten:

#1 Anfänger-Fehler

Informiert euch vorher über euren Gesprächspartner. Die Interessen, Kern-Branchen und Netzwerke des potenziellen Investors müssen stimmen. Nur wenn ihr passende Investoren angeht, macht ein Pitch überhaupt Sinn.

Spart es euch, eure Informationen an jeden beliebigen Kontakt zu senden. Denn unter hunderten von Mails, wird eure mit hoher Wahrscheinlichkeit schlichtweg ignoriert. Außerdem spielt das Timing immer eine wichtige Rolle: achtet auf die Entwicklungen eures Marktes, dessen Stabilität und potenzielle Störer, wie das „Sommerloch“ oder Urlaubszeiten.

#2 Charakter zählt

Präsentiert euch professionell, vertrauenswürdig und wertetreu. Investoren wollen wissen, mit wem sie zusammenarbeiten und ob sie dieser Person ihr Vertrauen und Kapital zur Verfügung stellen können. Dazu gehören auch gutes Benehmen, Ehrlichkeit und realistische Vorstellungen – macht euch also nicht größer als ihr seid und bleibt bei der Wahrheit. Denkt daran, dass heute auch professionelle Online-Profile auf euer „Trust-Konto“ einzahlen.

#3 Es muss passen

Fixiert euch bei eurer Suche nicht nur auf das Geld: Investoren können euch auch strategisch und durch ihre wertvollen Netzwerke weiterhelfen. Das Gespräch zählt oft mehr als der perfekte Pitch. Kein Geldgeber möchte mit „schwierigen Personen“ zusammenarbeiten. Reagiert deshalb offen und freundlich auf alle Nachfragen, nehmt sie ernst und geht auf euer Gegenüber ein. Begeistert eure Zuhörer von eurer Idee, eurem Elan, dem Team und dem Advisory-Board. Wenn er das Gefühl hat, etwas zu verpassen, habt ihr ihn da, wo ihr ihn braucht.

#4 Business Basics

Kennt die Grundlagen eures Konzeptes, nur wenn diese stimmen, könnt ihr Investoren überzeugen.

  1. Fokussiert euch nicht auf kleine, hart umkämpfte, Märkte
  2. Pitcht nicht nur eine Idee, sondern lasst Taten sprechen: zeigt eure Größe durch bestehende Partnerschaften, Pipeline oder Kunden
  3. Kennt eure Zahlen: Umsatz, Wachstumspotenzial, wichtige Kennzahlen und Profitabilität

#5 Fehler des Investors

Ja, es muss natürlich nicht immer an euch liegen. Selbst wenn ihr alles richtig macht, kann ein Investor eine Fehl-Entscheidung treffen und ein lukratives Investment in euer StartUp verpassen.

Wenn ihr allerdings immer nur ein „Nein“ zu hören bekommt, habt ihr zwei Möglichkeiten: entweder ihr lasst es sein oder ihr macht euer Unternehmen besser und stärker. Wenn euch Zweiteres gelingt, überzeugt ihr mit Sicherheit und braucht das Kapital vielleicht gar nicht mehr so dringend, wie ihr anfangs dachtet.